Kontrolle der Warmwasserhausinstallation auf Legionellen

Nach Novellierung der Trinkwasserverordnung im November 2011 ist die wbg als Vermieter von Wohnungen mit entsprechenden Warmwasserversorgungsanlagen alle 3 Jahre verpflichtet, das Warmwasser auf Legionellen untersuchen zu lassen. Bei der Warmwasseruntersuchung wurden zwei Proben in der Heizstation, eine am Abgang des Warmwasserbereiters und eine am Rücklauf der Zirkulationsleitung entnommen.  Weiterhin wurde eine Probe an einer der weit entferntesten Zapfstelle, betraf die Mischbatterie am Waschbecken des Bades einer Wohnung, entnommen. An dieser Stelle einen großen Dank an die betroffenen Mieter für die freundliche Unterstützung.

Durch das Institut für Wasser- und Umweltanalytik GmbH in Luisenthal wurden in 17 Gas- und 33 Fernwärmeheizstationen der Wohnungsbaugenossenschaft Gotha e.G. ca.155 Warmwasserproben im August und September 2015 entnommen. Nach Vorlage der Laborergebnisse, die umgehend an das Gesundheitsamt in Gotha gemeldet werden, wurden die Anforderungen der Trinkwasserverordnung in allen untersuchten Objekten eingehalten. Damit ist festzustellen, dass die Heiz- und Warmwasseranlagen der Wohnungsbaugenossenschaft Gotha e.G. nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik errichtet, betrieben und gewartet werden.

IMG_0714Was können Sie als Mieter tun, um sich zusätzlich vor Legionellen zu schützen?

Mieter haben eine Selbstverantwortung für den Umgang mit dem bereitgestellten Warmwasser, da das Wohnverhalten nicht mehr der technischen Einflussnahmemöglichkeit des Vermieters unterliegt. Gerade in der Anschlussleitung zwischen Versorgungsleitung  und Zapfstelle (Mischbatterie) in der Wohnung können sich durch stehendes Wasser Legionellen bilden.

Wasser muss fliesen! Durch regelmäßige Wasserentnahmen an den Zapfstellen können Mieter der Legionellenbildung und der Gefährdung der Gesundheit entgegenwirken.

Faustregel: Wenn der Wasserhahn drei Tage nicht benutzt wurde, sollte das abgestandene Wasser abgelassen werden. Es kann zum Putzen oder Blumengießen verwendet werden. Stehendes Wasser im Brauseschlauch vermeiden, nach dem Duschen den Brauseschlauch in die Wanne legen und leer laufen lassen!

Nach dem Urlaub oder langem Wochenende bitte nicht gleich unter die Dusche stellen, sondern das abgestandene Wasser aus den Anschlussleitungen ablaufen lassen bis es wieder richtig kalt bzw. heiß aus der Leitung kommt. Eventuell vorhandene Legionellen könnten durch das feine Versprühen unter der Dusche besonders schnell über die Atemwege in die Lunge gelangen und bei Menschen mit verringerter Immunabwehr zu einer Lungenentzündung führen.

Autor: Holger Czerny