Aktive wbg-Mitglieder lernten das Landes- und Staatsarchiv Gotha kennen

Am 23. Januar besuchten die interessierten wbg-Mitglieder das Thüringer Landes- und Staatsarchiv. Bernd Buttstädt erzählt in seinem Bericht von dem gelungenen Ausflug:

 

Wo einst Schulatlanten und Globen hergestellt wurden, wo Steindruck, Tiefdruck und Flachdruck zu Hause waren und die 4-Farben-Offsetmaschinen Tag und Nacht die vielfältige Landkartenwelt produzierten, befindet sich heute, großartig renoviert, das Perthesforum Gotha.

Heute nutzen die entstandenen Räume des Perthesforums das Thüringische Staatsarchiv und die Forschungsbibliothek mit ihren umfangreichen Sammlungen. Bis zum heutigen Forum wurde allerhand Geschichte in den alten Mauern geschrieben. Das interessierte so viele wbg-Mitglieder, dass zwei Führungen durch das Staatsarchiv durchgeführt werden mussten.

Wir konnten allerhand interessante Einzelheiten aus der Geschichte des Archivs und der heutigen Nutzung erfahren. So erfuhren wir, dass mit der Sammelei für das Archiv mit der Gründung des Herzogtums Gotha richtig begonnen wurde. Herzog Ernst der Fromme überwachte persönlich das „geheime Archiv“. Beim Gang an nicht enden wollenden Archivregalen machte uns Herr Schilling auf ganz besondere Exponate aufmerksam. An den alten Dokumenten konnte man sehen, wie elegant und schön in früheren Jahrhunderten geschrieben wurde.

Heute beherbergt das Thüringer Staatsarchiv Gotha ca. 9100 urkunden, 9200 Regalmeter Akten und ca. 64000 Karten, Pläne und Risse, die unter speziellen Lagerbedingungen auch für spätere Generationen aufbewahrt werden. In der dazugehörigen Bibliothek warten ca. 11000 Bücher auf ihre Leser. 760 Amtsdrucksachen und 210 laufende Meter Zeitungen gehören ebenfalls zum Fundus des Staatsarchivs. Also wer einmal etwas Besonderes erfahren will, wird bestimmt im Staatsarchiv fündig!

Nachdem wir auch das größte bedruckte Papier (8m²), von dem nur Gotha noch ein ganzes Exemplar besitzt, bestaunt hatten, endete der Rundgang im Staatsarchiv Gotha und im Perthesforum.