Zeugnis oder Giftzettel in Zeiten von Corona

 

Das Schuljahr 2019/2020 verlangt von den Lehrkräften und Eltern sehr viel pädagogisches Fingerspitzengefühl und ein hohes Maß an Flexibilität ab.

Denn seit März waren die Schulen für einige Wochen aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen.

 

Wird es Endjahreszeugnisse geben?

 

Die Schulschließung und das Homeschooling sollen sich nicht negativ auf die Zeugnisbeurteilung auswirken.

Dennoch werden Zeugnisnoten gegeben, dürfen aber nicht schlechter ausfallen, als die Noten vor der Corona-Pandemie.
Sofern der Unterricht ausgefallen war, wird auf dem Zeugnis die Bemerkung „Nicht erteilt“ empfohlen. Durch die großen Qualitätsunterschiede, wie Schule seit März weitergeführt wurde, sind die Endjahreszeugnisse leider wenig vergleichbar. Wer sich mit diesem Zeugnis bewerben muss, dem wird angeraten, das Halbjahreszeugnis sowie auch das Endjahreszeugnis des vergangenen Schuljahres der Bewerbung anzufügen.

 

Die Benotung und Versetzung der Schüler sollen zu ihren Gunsten ausfallen.

 

Die meisten Schüler werden automatisch in das nächste Schuljahr versetzt. Allen Schülern wird jedoch eine Wiederholung des Schuljahres angeboten werden, ohne Auswirkung auf die Anzahl der Gesamtschuljahre. Für Schüler der 9. und 10. Klassenstufen hingegen werden wie gewohnt Versetzungsempfehlungen ausgesprochen.

 

Ein Pluspunkt – Wer sich an einem Gymnasium beworben hat, wird ohne Aufnahmeprüfung angenommen werden.

 

Ein Tipp für alle Eltern: Wenn Sie mit den erteilten Zeugnisnoten ihres Kindes unzufrieden sind, fragen Sie bei der Lehrkraft nach, wie sich die Gesamtnote zusammen setzt und welche Notengewichtung vorgenommen wurde.

 

Im kommenden Schuljahr wird den Lehrkräften empfohlen, durch Lernstandserhebungen die Wissensstände der Schüler zu ermitteln. So können im besten Fall Wissensdefizite erkannt und aufgearbeitet werden.

 

Der letzte Schultag ist der 17. Juli 2020 – dann sind erst mal Ferien und Zeit zum Entspannen.

 

Quelle:Zeugnisse und Zensuren in Corona-Zeiten